Autofahren in den USA
Die ungefähre Route steht ja auch schon fest.

In Vorbereitung darauf, habe ich mich heute mal in diversen Foren und auf Websites, u.a. umgeschaut und muss feststellen, Nationalparks und Städte ist das eine, aber klar das Autofahren an sich, das wird ein Spaß!!
Verkehrsregeln
An sich läuft schon vieles wie in Deutschland, sodass Autofahren in den USA mit deutschem Führerschein kein Problem ist. Für die Zeit des Urlaubs, also die 3 Wochen, brauchen wir auch keinen internationalen Führerschein. Es reicht der normale Europäische Führerschein. Aber es gibt doch ein paar Unterschiede und die sind recht lustig.
Rote Ampel? – Rechts abbiegen geht immer
Richtig, nichts grüner Blechpfeil oder sowas. Außer in New York darf man überall in den USA an roten Ampel rechts abbiegen, wenn der Verkehr es zulässt. USA 1, StVo 0.
Mittelspurbremser war gestern – fahr rechts vorbei
In den Staaten ist es erlaubt rechts zu überholen, das ist prima. Hoffentlich gewöhnt man sich nicht zu sehr dran. Da das Tempolimit in den Staaten aber ziemlich streng ist, kommt das dann wohl doch seltener vor. Aber dazu später mehr. USA 2, StVo 0.
Park deine Karre woanders
Außerhalb von Ortschaften und Städten ist nicht erlaubt auf der Fahrbahn zu parken. Da wir während des Trips natürlich hauptsächlich auf dem Highway, Interstate oder zumindestens nicht in Städten unterwegs sind, könnte das hinderlich werden. USA 2, StVo 1.
Wer zuerst kommt fährt zuerst – Stop 4 way
Jetzt kommt wirklich das Beste. An Kreuzungen ohne Ampeln, die mit einem Stopschild und einem “4 WAY” gekennzeichnet sind, muss man erst stehenbleiben und dann darf der als erster fahren, der als erstes an der Kreuzung war. Geil, anbrüllen und Scheibenfischer vorprogrammiert.
USA 3, StVo 1. … weil es bestimmt lustig wird.
Stay in your car !!
WICHTIG: Wird man mal von der Polizei angehalten, Motor aus, sitzen bleiben, Scheibe runter und Hände ans Lenkrad. Dann den Anweisungen der Cops folgen, sonst werden die da wohl schnell nervös. Naja, kennt man ja irgendwo von Hollywood. USA 3, StVo 2.
Verkehrszeichen & Begriffe
Die drei wichtigsten Verkehrszeichen für uns werden wohl diese sein:
Interstate
Interstate sind vergleichbar mit unseren Autobahnen. Sie führen durch das ganze Land und sind gerne mal 8-spurig ausgebaut. Auf Ihnen gilt häufig die höchste Geschwindigkeit, nämlich 75 Mph, das sind etwa 120 Kmh. Ganz schön lahm, wenn man so durch das Land unterwegs ist.
Highway
Highways sind eigentlich ähnlich, verlaufen durch mehrere Staaten, sind Autobahn-ähnlich, führen aber auch durch Städte und sind oft hochgebaut, deswegen ja auch der Name – Hochstraßen. Sie sind, wie die Interstates ampel- und kreuzungsfrei. Die Geschwindigkeitsbegrenzung beträgt meist 65 mph (!!). 100 Kmh? auf ner Autobahn? Das ist ja wie stehen.
Gimme’ some beer
Das wichtigste Verkehrszeichen, für das Autofahren in den USA und für Daniel und mich, ist zweifelsohne das “beer traffic sign” – leider werden wir es wohl nicht oft sehen
. Trotzdem werde ich immer danach Ausschau halten und garantiert genau die Anweisung befolgen.
Außerdem sollte man sich folgende Begriffe mal ansehen und lernen, oder zumindestens aufschreiben und mittnehmen.
Junction – Kreuzung
Wrong way – Einfahrt verboten
No Trespassing – Zufahrt/Zutritt verboten
Form Single Lane – Verengung auf eine Spur
Bump, Dip – Bodenwelle, Mulde
Car Pool Lane – Spur für Busse, Taxis UND Fahrgemeinschaften
Detour – Umleitung
Do not pass – Überholen verboten
Flagman ahead – Baustelle, auf Anweisung achten
Yield – Vorfahrt beachten
Rest Area – Rastplatz (meist links abzufahren)
Ped Xing – Fußgängerüberweg
No U-Turn – Wenden verboten
Ihr seht, Autofahren in den USA, auch mit deutschen Führerschein, ist gar nicht so spektakulär, hat aber durchaus seine Reize. Wir freuen uns jedenfalls riesig darauf und werden sicher davon berichten. Noch spannender ist das bestimmt, wenn man mit dem Wohnmobil durch die USA zieht oder zum Camping in Canada die Straßen Nordamerikas unsicher macht.
Habt ihr vielleicht noch mehr Besonderheiten rausgefunden? Die Kommentare gehören euch.
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Ein Tipp noch: Da an amerikanischen Interstate Highways an fast jedem dicken Baum ein Polizeiauto steht und man die Höchstgeschwindigkeit von 70 oder 75 mph als jemand, der deutsche Autobahnen gewohnt ist, schnell mal überschreitet, sollte man sich überlegen, einen Mietwagen mit Tempomat zu nehmen…
Soweit alles ok, allerdings: nicht überall ist das Rechtsabbiegen bei Rot erlaubt, von Staat zu Staat verschieden.
@Nina: Auch das ist von Staat zu Staat verschieden, in TN sind die State Troopers selten mit Radar unterwegs und es wird munter geheizt (bin selbst bei 80 mph schon von Trucks überholt worden), dagegen sind sie in FL und Südost-GA schnell bei der Hand.
Das Autofahren in den USA fand ich immer recht entspannt. Wegen der niedrigen Höchstgeschwindigkeiten sind Interstates und Highways viel weniger stressig, denn alle fahren (mehr oder weniger) gleich schnell…
Deine Definition von Highway würde ich etwas erweitern. Auch das was wir Landstraße nennen geht in den USA noch als Highway durch.
Etwas ungewöhnlich sind die Wegbeschreibung der Amis, denn die orientieren sich an den Himmelsrichtungen. “Nehme die Ausfahrt X und fahre 3 Meilen in westliche Richtung” o.ä. Dies kann in der Praxis schon mal zum Ratespiel werden….
Solltet ihr in größeren Städten unterwegs sein, würde ich mir die jeweiligen NoGo-Areas vorher einmal auf der Karte angucken und (zumindest nachts) großzügig umfahren.
Ein Navi wäre also nicht die schlechteste Idee. Wenn der Mietwagen keins hat, würde ich mir ein TomTom o.ä. von hier mitnehmen.
An das Rechts-Überholen gewöhnt man sich sehr schnell und auch daran, das die Ampeln hinter der Kreuzung stehen, wo man sie ohne Kopfverdrehen sehen kann. Und dann fragt man sich, warum das hier nicht auch so sein kann…
Highways mit geraden Nummern gehen übrignes immer Ost-West, ungerade immer Nord-Süd, das wissen selbst viele Amis nicht
Beispiele: Route 66 (E-W) oder Hwy 1 (N-S). Die Himmelrichtung steht bei den Auffahrten mit dran.
Ja, das Fahren ist entspannt, ich würde es so sagen: man wird schnell müde.
Vor allem mit Automatik+Tempomat, wenn man gar nichts mehr zu tun hat.
Tipp an den Beifahrer: Vor den teilweise recht seltenen Kurven mal kontrollieren, ob der Fahrer noch wach ist
Beim Tanken mit Kreditkarte an der Zapfsäule muss mann gelegentlich die PIN eingeben (gut ist, wer sie kennt) oder auch die Postleitzahl. Letzteres ist mir
nie gelungen, egal was ich eingetippt habe. Etwas Smalltalk mit dem Tankwart kann solche Probleme lösen helfen…
Da habt ihr aber eine tolle Route ausgewählt. Ich kenne die Tour schon, habe sie vor sechs Jahren gemacht.
Nehmt euch unbedingt einen Mietwagen mit großen Aktionsradius – manchmal gibt es über viele hundert Kilometer keine Tankstelle.
[...] Reise durch die Staaten wäre nicht komplett ohne einen ausgedehnten Road-Trip. Auch beim Autofahren in den USA gibt es einiges zu beachten: die gute Nachricht ist, dass einen der der deutsche, beziehungsweise [...]