Der Norden des Südens
Nach fast zwei Monaten habe ich nun mal wieder einen neuen Artikel verfasst. Mir kam es dabei wie zwei Wochen vor. Aber die Ereignisse lassen sich gut zusammenfassen, da wir größtenteils an ein und demselben Ort waren um mit Plantagen- oder Weingut-Arbeit die Reisekasse wieder etwas zu füllen – doch erst mal geht es in Wellington weiter.
Nachdem wir die letzten Tage in dem Koromiko Homestay verbracht hatten, setzten wir am 12.12.2011 mit der Fähre zur Südinsel über. Von der Fahrt durch die Marlborough Sounds (Fjorde) bekamen wir leider nicht viel mit, da wir von 01:30 Uhr bis 05:45 Uhr unterwegs und alle eingeschlafen waren. Das Wetter war auch etwas trübe und die Berge mit Wolken verhangen. Dennoch hatten wir an unserem ersten Freedom Campingplatz einen schönen ersten Eindruck von der größeren der beiden Hauptinseln.
Das kalte feuchte Klima hielt sich leider über einige Tage an der Nordküste, so dass wir beschlossen weiter Richtung Westen nach Blenheim zu fahren – der Weinstadt Neuseelands. Dort verbrachten wir einen Tag am Strand, besichtigten zwei Weingüter und verkosteten insgesamt acht Weine. Aus der Cloudy Bay Winery nahm ich mir auch einen guten Savignon Blanc mit, der immer noch auf einen passenden Anlass wartet um geöffnet zu werden. Außerdem ließen Sönke und ich uns ein sogar im Reiseführer erwähntes „Doppelt überbackenes Blauschimmelkäse-Soufflé mit Ruccula-Walnuss-Salat“ schmecken – typisches Backpacker-Essen eben
Von dort aus ging es weiter nach Nelson. Die Marlborough Sounds mit dem berühmten Queen Charlotte Wanderweg mussten wir auf Grund des Wetters leider hinter uns lassen. Da nun die Weihnachtszeit nahte und Freedom Camping in dieser Region verboten ist, suchten wir uns für Heiligabend und den ersten Feiertag ein Hostel. (Auf einem Parkplatz im Wald wurden wir 02:00 Uhr nachts von einem Ranger geweckt und gebeten auf den nächsten Campingplatz zu fahren, sonst würden $200 Strafe auf jeden von uns zukommen) Den 24.12. verbrachten wir in unserer kleinen Runde im Hostel, gingen lecker Essen und zum Weihnachtssingen mit Kerzen in der Stadt, tranken Wein und vergaben kleine Geschenke beim „Wichteln“. Am nächsten Tag hatten wir super Wetter und verbrachten den 1. Weihnachtsfeiertag am Strand… so hatten wir uns das in Neuseeland vorgestellt.
Zwischen Weihnachten und Silvester hatten Sina, Mona und Neela dann schon Arbeit gefunden und der Rest von uns verbrachte die Zeit an unserem neuen Freedom Campingplatz am Fluss. Dort machten wir es uns zusammen mit vier weiteren kennengelernten Reisenden (Robert, Adrian, Sophie und Goldfisch “Dieter” – bekannt aus unserem Weihnachtslied) in der Sonne gemütlich. Zu Silvester ließ das Wetter allerdings wieder nach und die geplante Strand-Party fiel wortwörtlich ins Wasser. Das einzige Hostel was so kurzfristig noch acht Leute aufnehmen konnte, lag in Motueka. Mit vielen anderen Gästen feierten wir dort in der Gemeinschaftsküche/Wohnzimmer bis in die frühen Morgenstunden.
Im neuen Jahr trennten sich dann Nick, Sönke und Felix von uns, um schon ein wenig die Südinsel zu erkunden. Felix’ Reise geht Mitte Febraur schon weiter, weshalb er nicht die ganze Zeit bei uns in Motueka bleiben wollte. Am 05.01. begannen die drei Frauen und ich dann unsere Arbeit auf einer Apfelplantage. Die Arbeit an sich war eigentlich ganz gut. Wir hatten den ganzen Tag draußen in der Sonne zu tun und mussten “rostige” Äpfel aus den Bäumen pflücken. Unser Chef war aber leider kein typischer Neuseelander: Er war sehr schlecht zu verstehen, etwas hinterhältig, hat einem während der Arbeit immer über die Schultern geschaut und die Pausen mit dem Sekundenzeiger gestoppt. Neela und mir ging es nach einer guten Woche zu sehr auf den Wecker und wir schauten uns nach einem anderen Job um. In einer Winery wurden wir auch schnell fündig und die Arbeitsbedingungen waren perfekt: netter Chef, Gleitzeit, während der Arbeit durfte verkostet werden und zum Wochenende bekamen wir sogar Weinflaschen geschenkt. Bis auf kleinere Ausflüge, wie etwa zum Strand nach Kaiteriteri, verbrachten wir so den Januar.
Am 30.01.2012 kamen die drei Jungs inlusive Alessandro (der auf der Nordinsel schon mit uns reiste) wieder zu uns und wir warten gespannt auf das Luminate Festival am 01.02.2012. Dort werden wir acht Tage mit Musik und verschiedensten Workshops verbringen bevor das Reisen wieder losgeht.
Mehr Fotos gibt es wieder auf Facebook.
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Savignon Blanc FTW!
Haalo Dani, wir freuen uns,dass es dir so gut geht. Guido ist zur Zeit in deiner Nähe, nämlich in Tahiti Boro Boro