Mein Backpack

Mein Backpack

So sehen sie aus, die 15 Kg, die mich einmal um die Welt begleiten werden. Bis ich mit dem Ergebnis zufrieden war, sind allerdings ein paar Stunden vergangen.

Wenn man sich auf der Reise den Ärger mit nervigen rumwühlen nach Sachen oder unangenehmen Rückenproblemen vom Rucksack- tragen ersparen möchte, sollte man sich beim Packen etwas Zeit nehmen und einige Grundregeln beachten. Ich habe mich bei meinen Vorbereitungen im Internet auf verschiedenen Seiten informiert und hier nochmal die wichtigsten Dinge zusammengefasst.

1. Weniger ist mehr!

Als größten “Anfängerfehler” beschreiben viele andere Backpacker in ihren Erfahrungsberichten einen zu vollen Rucksack. Je mehr man mitnimmt, desto mehr muss man auch die ganze Zeit über schleppen. Die Ausrüstung hängt natürlich stark vom eigenen Reisestil (z.B. mit/ohne Zelt oder mit/ohne PKW) und auch dem Reiseziel ab, dennoch sollte man sich so weit wie möglich beschränken.

Besonders bei der Kleidung neigen viele dazu, sich für alle Eventualitäten zu wappnen. Dabei stößt man allerdings schnell an die Grenzen eines Rucksacks. Als gutes Maß für die Menge an Klamotten habe ich gelesen, sollte man etwa eine Waschmaschinenladung mitnehmen. Sind alle Sachen schmutzig, sucht man sich den nächsten Waschsalon und hat innerhalb einer Stunde wieder für die nächste Woche ausgesorgt. Ich denke mit insgesamt 15 Kg liege ich schon eher im unteren Gewichtsbereich, aber ich habe auch vor mir unterwegs noch das ein oder andere T-Shirt zu kaufen.

2. Chaos oder mit System?

Hat man sich für den Inhalt entschieden, muss man ihn “nur” noch im Rucksack verstauen. Eine Möglichkeit ist den gesamten Inhalt einfach reinzuschmeißen und wenn man etwas braucht, so lange zu wühlen bis man es gefunden hat. Da mein Rucksack aber über recht viele einzelne Fächer verfügt, habe ich mich für Packen mit System entschieden. Dabei entwickelt jeder meist seine eigene Ordnung, deshalb empfielt sich ein Probepacken ein paar Tage vor der Abreise.

Für die Kleidung habe ich eine Empfehlung anderer Backpacker aufgegriffen: verschiedenfarbige Plastiktüten. Socken und Unterhosen in die gelbe, T-Shirts in die blaue, Pullover in die rote, usw. So findet man schnell das gewünschte Teil und die anderen Sachen geraten beim herausziehen nicht durcheinander. Noch ein Tipp: die Tüten im Hauptfach nicht übereinander stapeln sondern hochkant nebeneinander packen. So kommt man schnell an jede einzelne heran.

3. Lastverteilung

Lastverteilung im Rucksack

Lastverteilung im Rucksack © mybackpacking.de

Wer längere Strecken mit dem Backpack auf dem Rücken unterwegs ist, sollte auf eine gute Lastverteilung achten. Wenn der Schwerpunkt des Rucksacks nahe am Körper liegt, trägt es sich komfortabler und man hat nicht das Gefühl nach hinten überzukippen. Das heißt Jeans, Waschtasche und andere schwere Dinge dicht am Rücken verstauen.

Auch eine ausgeglichene Balance ist von Vorteil. Der Rucksack sollte zu keiner Seite umkippen wenn man ihn auf den Boden stellt. Deshalb besonders beim befüllen der Seitentaschen darauf achten, beide etwa gleich zu belasten und auf schwere Dinge verzichten.